
Alleinerziehende Mütter und ihre Kinder
Nordwesten Äthiopiens
Projektinitiatorin: Heimanot „Heimy“
Heimanot, genannt Heimy, kommt aus dem Nordwesten Äthiopiens. Sie hat dort viele Familienangehörige, die sie vor Ort unterstützen. Ihre Vision ist es, in ihrer Heimat in Bahir Dar alleinerziehenden Müttern und alten Frauen zu helfen.
Langfristig will sie eine Art Frauenhaus-Gemeinschaft schaffen, in der alleinerziehende und alte Frauen zusammenleben und sich gegenseitig stützen und helfen. Die Gemeinschaft soll sich selbst wirtschaftlich versorgen können, durch eigene Arbeiten wie Brotbacken, Dienstleistungen etc. Diese Idee ist aktuell noch ein Traum, geht aber Schritt für Schritt voran. Heimy sucht nach geeigneten Grundstücken und hält Kontakt zu bedürftigen Frauen.
Kurzfristig hat sie acht Frauen als ihre Mündel angenommen und versorgt diese, soweit möglich, in regelmäßigen Abständen mit etwas Geld, damit sich die Frauen und ihre Kinder selbst durchbringen können. Ziel ist jeweils, dass die Frauen selbstständige Unternehmerinnen werden, indem sie kleine Startfinanzierungen bekommen beziehungsweise Unterstützung in Notzeiten. Jede der Frauen hat ihre eigene Geschichte und hat teilweise auch fremde Waisen aufgenommen.
Vor Ort hilft Heimys 75-jährige Mutter und auch ihre Verwandten, damit die Gelder auch wirklich direkt bei den Personen ankommen.
Aktuelles aus Äthiopien
Momentan werden acht Frauen mit ihren Kindern versorgt. Sie werden, so weit wie möglich, in regelmäßigen Abständen mit etwas Geld unterstützt, damit sich die Frauen und ihre Kinder selbst durchbringen können. Ziel ist jeweils, dass die Frauen selbstständige Unternehmerinnen werden, in dem sie kleine Startfinanzierungen bekommen beziehungsweise Unterstützung in Notzeiten.
Aktuell ist die Bürgerkriegssituation in dieser Region fatal. Wir versuchen regelmäßig, Informationen über die von uns unterstützten Familien zu bekommen. Heimy kontaktiert regelmäßig Kontaktpersonen vor Ort, die auch das Geld direkt verteilen. Solange es uns möglich ist, Geld direkt in das Bürgerkriegsgebiet zu schicken, tun wir das.
Es gibt diverse Schwierigkeiten, denn die Regierung schränkt den Geldtransfer in diese Gebiete immer wieder ein – so wird versucht, die finanzielle Unterstützung der Milizen zu unterbinden. Die Familien leiden aktuell sehr.
Die langfristige Vision ist ein Grundstück mit einer Frauenhaus-Gemeinschaft, in der alleinerziehende und alte Frauen zusammenleben und sich wirtschaftlich durch eigene Arbeiten wie Brotbacken oder Dienstleistungen versorgen können. Das Engagement ist mittel- bis langfristig, denn selbst wenn die Frauen ihr eigenes Geld verdienen, wird es immer wieder Unterstützungsnotwendigkeiten bei Engpässen, Notfällen oder für die Ausbildung der Kinder geben.
Projektziel
Heimy bei ihrer Arbeit vor Ort in Äthiopien zu unterstützen und regelmäßige Spenden für die jeweiligen bedürftigen Frauen und ihre Kinder zu gewinnen. Das Engagement ist mittel- bis langfristig, denn selbst wenn die Frauen ihr eigenes Geld verdienen, wird es laufend Unterstützungsnotwendigkeiten bei Engpässen, Notfällen oder für die Ausbildung der Kinder geben.
Bedarf pro Familie: ca. 500–600 € pro Jahr. Aktueller Finanzierungsstand: 10 %
Zur Person — Heimanot „Heimy“

Heimy ist Äthiopierin und lebt mit ihrer Familie in Frankfurt. Sie kam vor 20 Jahren allein nach Deutschland. Vor vier Jahren eröffnete sie ein äthiopisches Restaurant mit dem Ziel, hier genügend Geld zu verdienen, um in ihrer Heimat in Bahir Dar alleinerziehenden Müttern und alten Frauen zu helfen. Ihre Vision ist es, eine Frauenhaus-Gemeinschaft zu schaffen, in der alleinerziehende und alte Frauen wirtschaftlich unabhängig zusammenleben können.
